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Das hat ſie nun von der Heirath aus purer, hel⸗ ler Liebe!“ ſetzte der Amtmann noch hinzu, indem er die Thuͤre heftig zuſchlug; und die weibliche Stimme wehklagte die Treppe hinunter,
Das zweite Kapitel.
„ Gleich mit dem fruͤhen Morgen faͤngt doch
die Aergerniß an!“ rief der Amtmann, nachdem
er ein Paarmal auf und ab gegangen war.„Iſt ſie zur Hausthuͤre hinaus, Riekchen?“
Ja, da geht ſie, antwortete die Amtmaͤnnin. Es war doch die Henſeln?
„Freilich. Sie will von ihrem Manne.“
Nun das iſt zu arg! Erſt trotzt und trotzt ſie mit den Eltern, bis die Heirath geſchehen darf; und kaum iſt ſie bei ihm, ſo will ſie auch wie⸗ der weg. Drum, was ich immer geſagt habe: nur keine Ehe aus Liebe!
„Sprich, was ich dir immer geſagt habe, Riekchen; denn bei mir iſt der Grundſatz jung geworden. Ich weiß noch gar wohl, daß Du damals, wie ich Aktuarius hier im Amte war, einen gewiſſen Faͤhnrich mir recht gerne vorgezo⸗ gen haͤtteſt!“
Ein jedes hat ſeine unverſtaͤndigen Augenblicke.


