Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1822) Der Thronfolger / von Friedrich Laun
Entstehung
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Leichtſinne gar nichts als Unheil herauskomme. Er widmete ſich daher der Landwirthſchaft, die er von Grund aus verſtand, um ſo eifriger, da ſein Vater das im Bezirk dieſer Stadt erkaufte Gut auf ihn ſchreiben ließ.

Als er zwei Jahre ſpaͤter zufaͤllig mit einer Verwandten des Kommerzienraths Naͤgelein, auf dem Wege des Rechts und der Sitte, ſich verband, war Stanzchen und ihr Gatte, der Stiftsrath, auch unter den Hochzeitgaͤſten. Sie und der Braͤutigam lachten viel zuſammen uͤber die Noth⸗ wendigkeit und Ewigkeit ihrer vormaligen Liebe und üͤber die ſeltſame, aber, wenigſtens an ihnen recht probat gefundene Kur derſelben. Sie konnten deſto herzlicher daruͤber lachen, da Stanzchen in der Ehe mit dem Stiftsrathe recht glücklich war, und der von ſeinem Leichtſinne ganz zuruͤckgekom⸗ mene Heinrich gleichfalls die beſte Ausſicht hatte, an der Hand derjenigen, welche ihm am Altare zugeſprochen worden, einer ſchoͤnen Zukunft ent⸗ gegenzugehen.