Teil eines Werkes 
1. Band, 1.-9- Gesang (1820)
Entstehung
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Caͤcilie.

123.

Da hob von neuem ſich zum Tanz die leichte Schaar Und ſchien ſich wuͤſter ſtets zu wirbeln und zu drehen; Bald faßte ſich der Kreis, und bald ſich Paar und Paar, Am Boden ſchwebt' es jetzt, und jetzt in luft'gen Hoͤhen, Und jeder beugt' und warf die Glieder wunderbar,

Ließ ſtets in neuer Form mit kuͤhnerm Sprung ſich ſehen, Bis endlich raſch durch eine Felſenwand In's Innre des Gebirgs der naͤcht'ge Zug verſchwand.

123.

Und als in ferner Nacht die Toͤne jetzt zerfloſſen, Und ſich des Saͤngers Geiſt vom wilden Rauſch erhob, Da blickt' er in die Kluft, wo friedlich ausgegoſſen Sich um die zarten Frau'n der ſuͤße Schlummer wob. Und leiſer ließ er jetzt die goldnen Saiten klingen Und paarte Ton und Ton mit kuͤnſtlich holder Wahl Und ſtill begann er dann ein luftig Lied zu ſingen, Das kaum gehoͤrt ſich durch die Daͤmmrung ſtahl: