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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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Doch blieb auch mancher Held des Ciſ⸗

ſides:

Die Todten lagen um die blut'ge Mau'r,

Wie Halmen, die die Sichel hat gefaͤllt;

Den tapfern Parmeno*) durchbohrt' ein Pfeil;

Auch dich, Simotes, uͤberall bedeckt

Mit Narben, groß in jeder Kriegeskunſt.

Dem unbezwungnen Zelon, der allein

Ein Heer an Muth und Geiſte war, zei⸗ ſchlug

Ein Felsſtuͤck beide Bein'. Er lebte lang⸗

Ein qualvoll Leben, und verbiß den Schmerz

Voll Großmuth. Endlich fand ſein Bruder ihn

Im Kampf mit Schmerz und Tod, und ſchluh erblaßt

Die Haͤnde uͤber ſich zuſammen. Selbſt

Dem Tode vor Entſetzen nah verband

Er den Geliebteſten. Ein Thraͤnenbach

Floß ihm vom Aug'.Ach, Bruder! endige

Mein Leben! endig' es, o du, um den

Es mir allein gefiel, ſprach Zelon. Nimm

Mein unnuͤtz Gold mir ab, das du, und nicht

Der Feind verdient. Allein der Bruder weint',

*) Die hier genannten Macedonier waren alte Offiziere des Alexander.