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ſant, aber ich glaube, was dieſer Herr hier Ihnen erzählt, iſt nicht minder intereſſant. Sie werden zwar in Straßburg oder Köln, oder Mailand eine Kirche oder einen Dom finden, welche es mit der Kapelle in Bourg aufnehmen, aber Sie werden nicht immer Behörden finden, die dumm genug ſind, ein Meiſterwerk zu zerſtören, und einen Maire, der ge⸗ ſcheidt genug, um eine Kirche für Futter daraus zu machen. Tauſend Dank, Capitän, hier Ihre Schlüſſel.“
„Wie ich in Avignon ſagte, das erſte Mal, als ich die Ehre hatte, Sie zu ſehen, mein lieber Ro⸗ land,“ verſetzte Sir John,„das franzöſiſche Volk iſt ein amüſantes Volk.“
„Diesmal, Mylord, ſind Sie zu höflich,“ ant⸗ wortete Roland,„es iſt ſehr traurig, daß man das
ſagen muß; hören Sie: ich begreife die politiſchen
Sündfluthen, welche unſere Geſellſchaft ſeit tauſend
Jahren umgewälzt; ich begreife die Landmilizen, die
Paſtourellen, die Jaquerie, die Maillotins, die Bar⸗
tholomäusnacht, die Ligue, die Fronde, die Dragon⸗ naden, die Revolution, ich begreife den 14. Juli, den 5. und 6. October, den 20. Juni, den 10. Auguſt, den 2. und 3. September, den 21. Januar, den 31. Mai, den 30. October und 9. Thermidor; ich be⸗ greife die Fackel der Bürgerkriege mit ihrem grie⸗ chiſchen Feuer, das ſich im Blut entzündet, ſtatt zu erlöſchen; ich begreife die Ebbe und Flut der Revo⸗ lutionen, die Flut, welche in ihrem Steigen ſich von nichts zurückhalten läßt, und die Ebbe, die die Trüm⸗
mer der Inſtitutionen, welche die Flut umgeworfen,
mit ſich fortreißt; ich begreife all' das, aber Lanze gegen Lanze, Degen gegen Degen, Menſchen gegen 13
Dumas, Jehu. I.


