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Er fragte, an wenn er ſich wenden müſſe, um die Schlüſſel zu bekommen.
Man antwortete, an den Capitän der Gendar⸗ merie.
Der Capitän der Gendarmerie war nicht weit entfernt; das zur Kirche gehörende Kloſter war in eine Kaſerne verwandelt worden.
Roland begab ſich nach dem Zimmer des Capi⸗ täns und ſtellte ſich als Adjutant des Generals Bo⸗ naparte vor. Der Capitän gab ihm mit dem paſſiven Gehorſam des Untergebenen gegen den Höheren die Schlüſſel und folgte hinterdrein.
Sir John wartete vor der Halle und bewunderte, trotz der Verſtümmlungen, die ſie erfahren, die herr⸗ lichen Details der Facade.
Roland öffnete die Thüre und fuhr vor Erſtau⸗ nen zurück: die Kirche war wörtlich vollgepfropft mit Heu, wie eine bis an die Mündung geladene Kanone. „Was ſoll das bedeuten?“ fragte er den Capitän der Gendarmerie.
„Mein Offizier, das iſt eine Vorſicht der Muni⸗ cipalität.“
„Wie, eine Vorſicht der Municipalität?“
a.
„Zu welchem Zwecke?“
„Um die Kirche zu erhalten. Man wollte ſie demoliren; aber der Maire befahl, daß zur Sühnung
des irrigen Cultus, dem ſie gedient, ſie in ein Fut⸗
termagazin verwandelt werden ſolle.“
Roland lachte laut auf und ſich an Sir John
wendend, ſagte er: „Mein lieber Lord, die Kirche war ſehr intereſ⸗


