Pferdes nach der Stadt gewandt, und ſich ihr jedes⸗ mal mehr genähert; ein Gedanke durchfuhr ihn bei dieſem dritten Male: nämlich ſeine Geliebte ſei feſt⸗
genommen und müſſe ſtatt ſeiner büßen; er war bis zu den erſten Häuſern gekommen, er ſpornt ſein
Pferd, kehrt in die Stadt zurück, reitet mit entblöß⸗
tem Geſichte mitten durch die Leute, die ihn beim Namen nennen, ganz erſtaunt, ihn frei und zu Pferde zu ſehen, während ſie ihn geknebelt auf einem Kar⸗ ren erwartet hatten, über den Richtplatz, wo der
Henker erfährt, daß einer ſeiner armen Sünder ver⸗
ſchwunden ſei, gewahrt ſeine Befreierin, die mit großer Mühe ſich durch die Menge drängt, nicht um die Hinrichtung zu ſehen, ſondern um zu ihm zu eilen; bei ihrem Anblick hält er ſein Pferd an, ſprengt
dann auf ſie zu, wirft drei bis vier Maulaffen um, indem er ſie mit der Bruſt ſeines Bayard zu Boden ſtürzt, gelangt endlich bis zu ihr, hebt ſie auf den Sattelbogen, ſtößt einen Freudenſchrei aus und ver⸗ ſchwindet, indem er ſeinen Hut ſchwingt, wie Herr von Condé in der Schlacht von Lens; und das Volk klaſcht Beifall und die Frauen finden die Handlung herviſch und verlieben ſich in den Helden.“
Roland hielt inne, als er ſah, daß Sir John auf all dies ſchwieg, und ſah ihn fragend an.
„Fahren Sie nur fort,“ antwortete der Englän⸗ der,„und da ich überzeugt bin, daß Sie all' dies nur ſagen, um auf einen Punkt zu kommen, den Sie noch in petto haben, ſo warte ich.“
„Gut,“ verſetzte Roland lachend,„Sie haben Recht, mein Liebſter, und Sie kennen mich, auf Ehre, wie wenn wir Freunde aus dem College wären.
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