Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

181 8 auf den Schindanger geworfen, wie ein Aas, was er auch war und ſogar immer geweſen; nach den Leichenfeierlichkeiten, bei denen jeder eine Urne her⸗ beibrachte, in die er alle Thränen, die er im Leibe hatte, goß, kamen unſere guten Breſſen, unſere ſüßen Breſſen, unſere Hühnermäſter, auf den Ge⸗ danken, alle Republikaner ſeien Meuchelmörder und haben ſie karrenweiſe ermordet, um ihnen den ſchändlichen Fehler des wilden oder civiliſirten Menſchen, ſeines Gleichen umzubringen, abzuge⸗ wöhnen. Sie zweifeln? O mein Lieber, auf dem Wege von Lons⸗le⸗Saulnier wird man Ihnen, wenn Sie neugierig ſind, den Ort zeigen, wo vor noch nicht ſechs Monaten eine Metzelei ſtattfand, welche den wildeſten Haudegen unſerer Schlachtfelder das Herz umdrehen würde. Denken Sie ſich einen Karren voll Gefangener, den man nach Lons⸗le⸗Saulnier führte, einen Karren mit Leitern, einen jener unge⸗ heuren Karren, auf denen man die Kälber nach dem Schlachthauſe führt; in dieſem Karren ungefähr dreißig

WMenſchen, deren ganzes Verbrechen thörichte, über⸗

ſpannte Gedanken und drohende Worte waren; alle dieſe gebunden, geknebelt; der Kopf, der durch die Stöße voll Beulen iſt, hängt herab, die Bruſt keucht vor Durſt, Verzweiflung und Angſt; Unglückliche, denen nicht mal wie zu Nerds und Commodus Zeiten der Kampf des Circus, das bewaffnete Ringen mit dem Tode vergönnt iſt; welche die Metzelei überfällt, während ſie machtlos und unbeweglich daliegen; welche man in ihren Feſſeln erwürgt; die man nicht nur bei lebendigem Leibe, ſondern ſelbſt noch im Tode ſchlägt, auf deren Leichname wenn in ihnen das