e Johns jene Art von feenhafter Erinnerung zurück⸗ ließ, welche im Herzen eines an den Ufern des Rhei⸗ nes hinabwandernden Touriſten haften bliebe, wenn er die Loreley auf ihrem Felſen erblickte, mit der Leier in der Hand und das flüſſige Gold ihrer Haare im Nachtwind flattern laſſend.
Während dieſer Zeit beſtieg Morgan wieder ſein Pferd, ſprengte im großen Galopp nach der Karthauſe, hielt vor dem Thore, zog ein Notizbuch aus der
Taſche, und ſchrieb auf ein Blatt dieſes Notizbuches
einige Zeilen mit Bleiſtift, rollte das Blatt zuſam⸗
men und ſchob es durch das Schlüſſelloch, ohne ſich die Zeit zu nehmen, vom Pferde zu ſteigen. Dann gab er ihm die Sporen und ſich auf die
Mähne des edlen Thieres hinabbeugend, verſchwand
er in dem Walde, raſch und geheimnißvoll wie Fauſt,
der ſich nach dem Blocksberge begibt. Die drei Zeilen, welche er geſchrieben, lauteten folgendermaßen: ⸗
Louis von Montrevel, Adjutant des Generals Bonaparte, iſt dieſe Nacht im Schloſſe Noires Fontaines angekommen.
Seid auf der Hut, Genoſſen Jehus.
Aber während er die Freunde ermahnte, auf der Hut vor Louis von Montrevel zu ſein, hatte Mor⸗ gan ein Kreuz über den Namen gemacht, was ſo
viel bedeuten ſollte, als, was auch geſchehen möge, der junge Offizier müſſe ihnen heilig ſein.
Jeder Genoſſe Jehus konnte einen Freund ſchützen, ohne von den Gründen, die ihn dazu bewogen, Re⸗ d chenſchaft zu geben.
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