Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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det; ach! wie Du Dich ſchlecht im Civil ausnimmſt; Du kommſt aus Egypten, haſt Du mir mit Silber eingelegte Piſtolen und einen hübſchen krummen Säbel mitgebracht? Nein! gut, Du biſt nicht artig und ich werde Dich auch nicht mehr küſſen; aber nein, nein, geh', habe keine Sorge, ich liebe Dich doch!

6 Und der Knabe bedeckte den großen Bruder mit

Küſſen, während er ihn mit Fragen überhäufte.

Der Engländer, welcher im Wagen ſitzen geblie⸗ ben, betrachtete mit zum Schlage herausgelehntem Kopfe dieſe Scene und lächelte.

Mitten in dem Austauſch dieſer brüderlichen Zärtlichkeiten hörte man eine weibliche Stimme.

Eine mütterliche Stimme.

Wo iſt mein Roland, mein vielgeliebter Sohn? fragie Frau von Montrevel mit einer Stimme voll ſo heftiger Freude, daß ſie dem Schmerze nahe kam; wo iſt er? Iſt es wahr, daß er zurückgekommen? Iſt es wahr, daß er nicht gefangen iſt? daß er nicht todt? iſt es wirlich wahr, daß er lebt?

Bei dieſer Stimme ſchlüpfte der Knabe wie eine Schlange aus den Armen ſeines Bruders, ſank auf⸗ recht auf den Grasboden und ſprang, wie von einer Feder geſchnellt, auf ſeine Mutter zu.

Hierher, Mutter, hierher! ſagte das Kind, indem es ſeine halbausgekleidete Mutter zu Roland hinzog vi dem Anblick ſeiner Mutter konnte ſich Roland nicht mehr halten; er fühlte, wie die Eisſcholle, die ſich in ſeiner Bruſt zu verhärten begann, zerborſt 5 und ſein Herz wie das eines andern ſchlage.