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ſchaft beſchatteten, die in der Umgegend den pomp⸗ haften Titel des Schloſſes Noires Fontaines trug.
Als er an die Mauer des Schloſſes kam, ſchlug die Uhr auf dem Dorfkirchthurm von Montagnard. Morgan lauſchte dem Klange, der durch die ruhige und ſtille Atmoſphäre einer Sommernacht vibrirte, und zählte bis auf elf.
Es war, wie man ſieht, in zwei Stunden viel vorgefallen.
Morgan machte noch einige Schritte, betrachtete die Mauer, indem er einen bekannten Ort ſuchte; als er dieſen Ort gefunden, drückte er die Spitze ſei⸗ nes Stiefels in die Fuge zweier Steine, ſchwang ſich wie ein Mann, der ein Pferd beſteigt, faßte die Mauerkappe mit der linken Hand, ſaß mit einem zweiten Schwung rittlings auf der Mauer und raſch, wie der Blitz, ſprang er auf der andern Seite herab.
Dies alles war mit ſolcher Geſchwindigkeit, Ge⸗ wandtheit und Leichtigkeit vor ſich gegangen, daß, wenn Jemand zufällig in dieſem Augenblick vorüber⸗ gekommen, er hätte glauben können, das Spielzeug einer Viſion zu ſein.
Wie Morgan auf der einen Seite der Mauer gethan, blieb er auf der anderen ſtehen und lauſchte, während ſein Auge die Tiefe des Gehölzes ſondirte, ſo viel es in der Dunkelheit möglich war, die noch durch das Laub der Eſpen und Pappeln ver⸗ größert wurde.
Alles war ſtill und einſam.
Morgan wagte es, ſeinen Weg fortzuſetzen.
Wir ſagen wagte, weil, ſeit er ſich dem Schloſſe Noires Fontaines genähert, in dem ganzen Be⸗
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