Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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unſere Fürſten könnten wohl ein wenig Gold den Armen ſchicken, die ihr Blut für die Sache der Mo⸗ narchie vergießen! Fürchten ſie nicht, daß die Vendée zuletzt eines Tages etwas läſſig in der Hingabe werde,. die bis heute, ſo viel ich weiß, ihr noch nicht einen Dank eingebracht?

Die Vendöe, lieber Freund, verſetzte Morgan, iſt ein edles Land, das nicht läſſig werden wird, ſeien Sie ruhig; und was wäre das Verdienſt der Treue, wenn ſie nicht mit der Undankbarkeit zu thun hätte? Von dem Augenblicke, wo die Aufopferung auf Dankbarkeit ſtößt, iſt ſie nicht mehr Aufopferung, ſondern Vergeltung, da ſie belohnt wird; bleiben wir deßhalb treu, bleiben wir aufopfernd, ſo lange wir können, meine Herren, und bitten wir den Him⸗ I. mel, daß er diejenigen undankbar mache, für die wir uns aufopfern und wir werden, glauben Sie mir, das beſte Theil in der Geſchichte unſerer bürgerlichen Friege haben.

Kaum hatte Morgan dieſen ritterlichen Grund⸗ ſatz ausgeſprochen und damit einen Wunſch an den Tag gelegt, der alle Ausſicht auf Erfüllung hatte, als drei Maurerſchläge an derſelben Thüre vernom⸗ men wurden, durch die er ſelbſt eingeführt worden.

Meine Herren, ſagte derjenige der Mönche,. welcher die Rolle des Präſidenten zu ſpielen ſchien, raſch die Kapuzen und die Masken vor; wir wiſſen nicht, wer kömmt.