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Argwohn und all' dieſen Vorſichtsmaßregeln ver⸗ traut war.
Dann ſetzte er ſich auf ein Grab. Man war in den Grabgewölben des Kloſters, und er wartete. e nicht fünf Minuten verfloſſen, ſo er⸗ ſchien der Mönch.
„Folgen Sie mir; die Brüder freuen ſich über Ihre Ankunſft; ſie befürchteten, es„ochte Ihnen ein Unglück zugeſtoßen ſein.“
Einige Secunden ſpäter wurde Morgan in den Berathungsſaal geführt.
Zwölf Mönche erwarteten ihn mit übergezogener Kapuze; ſobald jedoch die Thüre ſich hinter ihm geſchloſſen und der dienende Bruder verſchwunden war, fielen die Kapuzen, während Morgan ſeine Maske abnahm, und jeder Mönch ließ ſein Geſicht ſehen.
„Nie war in einem Mannskloſter eine ſolche glänzende Zahl von ſchönen und heitern jungen Leu⸗ ten vereinigt geweſen; nur zwei bis drei unter die⸗
ſen fremden Mönchen hatten das Alter von vierzig
Jahren erreicht. Alle Hände waren nach Morgan ausgeſtreckt; zwei oder dreimal wurde der Neuankömmling umarmt. „Ach! meiner Treu,“ ſagte einer von denen, die ihn am zärtlichſten umarmt hatten,„Du ziehſt uns
einen tüchtigen Dorn aus dem Fuße; wir glaubten
Dich todt, oder zum mindeſten gefangen.“ „Todt, das will ich gelten laſſen, Amiet; aber gefangen, nein, Citoyen, wie man noch bisweilen
ſagt, aber wie man hoffentlich bald nicht mehr ſagen


