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Gängen und Treppen hin und hergehen geſehen und deutlich das Geräuſch von Ketten gehört zu haben, welche auf den Platten der Kreuzgänge und dem Pflaſter der Höfe fortgezogen würden. Die ſtarken Geiſter glaubten nicht daran; aber im Gegenſatz zu den Ungläubigen bekräftigten zwei Arten von Leuten dieſe ſchauerlichen Gerüchte und nächtlichen Lichter, indem ſie ganz nach ihrer Anſicht und ihrem Glau⸗ ben zwei verſchiedene Gründe unterſchoben: die Patrioten behaupteten, es ſeien die Seelen der armen Mönche, welche die Tyrannei der Klöſter lebendig in pace begraben und die nun wiederkämen, um Rache vom Himmel auf ihre Verfolger herabzubeſchwören, und nach ihrem Tode die Ketten mit ſich ſchleppten, die ſie bei Lebzeiten gefeſſelt; die Royaliſten behaup⸗ teten, es ſei der Teufel in Perſon, der, ein leeres Kloſter findend und den Weihwedel der würdigen Superioren nicht mehr zu fürchten brauchend, hier nun behaglich ſein Weſen treibe, wo er ſonſt nicht die Spitze ſeiner Kralle hereinzuſtecken gewagt; Eins jedoch ließ die Sache unentſchieden: nämlich, daß noch nicht Einer von denen, welche leugneten oder behaupteten, ſei es nun, daß ſie ſich für die Seelen der Mönchsmärtyrer oder für den Teufelsſabbat ent⸗ ſchieden, bis jetzt den Muth gehabt, ſich in dieſe Dunkelheit zu wagen und in den feierlichen Stunden der Nacht ſich von der Wahrheit zu überzeugen ge⸗ kommen war, um andern Tages ſagen zu können, ob die Karthauſe verlaſſen oder von Geſpenſtern be⸗ ſucht ſei, und wenn dies letztere der Fall, welcher Art dieſe ſeien.
Ohne Zweifel hatten all' dieſe begründeten oder
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