II.
Die Karthauſe von Seillon.
Die Karthauſe von Seillon, die zweiundzwanzigſte des Ordens, wurde 1178 gegründet. 3
Im Jahre 1672 ward ein neues Sibande an der Stelle des alten Kloſters errichtet; von dieſem letzteren Bau ſieht man jetzt noch Uebekreſte.
Dieſe Ueberreſte beſtehen von außen in einer Facade, von der wir geſagt, daß ſie mit drei Sta⸗ tuen geſchmückt war und vor der wir den geheim⸗ nißvollen Reiter halten ſahen;
Innen in einer kleinen Kapelle, welche ihren Eingang zur Rechten unter dem großen Thore hat.
Ein Bauer, ſeine Frau und zwei Kinder bewoh⸗ nen ſie jetzt und aus dem ehemaligen Kloſter hat man einen Pachthof gemacht.
Im Jahre 1791 waren die Karthäuſer aus ihrem Kloſter vertrieben worden; im Jahre 1792 verkaufte man die Karthauſe und die dazu gehörigen Grund⸗ ſtücke als geiſtliches Gut.
Die Appertinentien beſtanden in dem Park, der an die Gebäude ſtieß und dann in dem ſchönen Walde, der noch heute den Namen der Wald von Seillon führt.
In Bourg jedoch, der royaliſtiſchen und nament⸗ lich religiöſen Stadt, wagte es Niemand, ſeine Seele durch den Ankauf eines Gutes zu beflecken, das den würdigen gehörte, die Fe verehrte
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