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ternden Ton hervor, dem Pfeifen des Hochbootmanns ähnlich.
Der gleiche Ton antwortete ihm.
Im ſelben Momente ſah man einen Reiter aus
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dem Walde hervorkommen und ſich im Galoppe
nähern.
Beim Anblick dieſes Reiters bedeckte Morgan ſein Geſicht wieder mit ſeiner Maske.
Der Mann kam gerade auf ihn zu.
„In weſſen Namen kommen Sie?“ fragte der
Reiter, deſſen Geſicht man nicht ſehen konnte, da die
Krempe eines ungeheuren Hutes es verbarg. „Im Namen des Propheten Fliſa,“ antwortete der junge maskirte Mann. „Dann ſind Sie es, den ich erwarte.“ Und er ſtieg vom Pfetde.
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„Biſt Du Prophet oder Schüler?“ fragte Morgan.
„Ich bin Schüler,“ antwortete der Neuankömm⸗ ing.
„Und Dein Meiſter, wo iſt er?“
„Sie werden ihn in der Karthauſe von Seillon
finden.“
„Weißt Du die Zahl der Genoſſen, die dort ver⸗ ſammelt ſind?“
„Zehn.“ 5
„Gut; wenn Du einen andern triffſt, ſchicke ihn gleichfalls zum Stelldichein.“—
Der, welcher ſich den Titel eines Schülers ge⸗ geben, verbeugte ſich zum Zeichen des Gehorſams, half Morgan das Felleiſen auf das Pferd ſchnallen und hielt es reſpectvoll am Zaume, während dieſes aufſtieg.


