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„Wenn ich Dir ſage, daß ich ihn ſelbſt geſehen,
mit meinen eigenen Augen geſehen!“ antwortete dieſer.
„Ich kann alſo unſeren Freunden die Neuigkeit als gewiß bringen?“.
„Du kannſt, aber beeile Dich.“
„Iſt man in Servas davon in Kenntniß geſetzt?“
„Ja, Du wirſt zwiſchen Servas und hier ein Pferd in Bereitſchaft finden.“
Der Poſtillon trat heran; der junge Mann tau einen letzten Blick mit dem Commiſſionär aus, ſich entfernte, als wenn er einen ſehr preſſanten Bö zu beſorgen hätte.
„Welchen Weg, Citoyen?“ fragte der Poſtillon.
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„Nach Bourg; ich muß um neun Uhr heute
Abend in Servas ſein; ich bezahle dreißig Sous Trinkgeld.“
„Vierzehn Meilen in fünf Stunden, das iſt ſtark, aber man kann's doch machen.“.
„Es wird alſo geſchehen?“
„Man wird's verſuchen.“
Und der Poſtillon jagte mit ſeinen Pferden im vollen Galopp davon. 4
Punkt neun Uhr traf man in Servas ein.
„Einen Sechslivresthaler; wenn Du nicht um⸗ ſpannſt und mich auf die Hälfte des Wegs von Sue führſt,“ rief der junge Mann durch den Schlag dem Poſtillon zu.
„Sehr wohl,“ antwortete dieſer und der Wagen fuhr, ohne anzuhalten, an der Poſt vorüber.
Eine halbe Viertelmeile von Servas ließ Morgan den Wagen anhalten, ſteckte den Kopf heraus, brachte
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