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ſeine Peitſche mit jener lauten Beredtſamkeit erſchallen
ließ, Se zu den Nachbarn und zu den Vorüber⸗
gehenden ſagt:. „Achtung hier, Achtung dort, oder es geht ſchlimm,
ich fähre einen Mann, der gut bezahlt und das Recht
hat, die Andern zu zermalmen.“
Nachdem er im Wagen war, öffnete der falſche Marquis von Ribier die Fenſter, ließ die Roll⸗ vorhänge herab, hob die Sitzbank auf, legte ſein Felleiſen in die Truhe, ſetzte ſich darauf, hüllte ſich in ſeinen Mantel, und ſicher, nicht früher, als in Valence geweckt zu werden, ſchlief er ein, wie er ge⸗ frühſtückt hatte, das heißt mit dem vollen Appetit der Jugend.
Man machte den Weg von Hrange nach Valence in acht Stunden; kurz, ehe man in die Stadt kam, wachte unſer Reiſender auf.
Er hob einen der Rollvorhänge vorſichtig in die Höhe und ſah, daß er durch den kleinen Flecken la Paillaſſe fuhr; es war Nacht, er ließ ſeine Uhr ſchla⸗ gen, ſie ſchlug eilf.
Er hielt es für unnütz, wieder einzuſchlafen, be⸗ rechnete die Poſten bis nach Lyon und rüſtete ſein Geld.
Als der Poſtillon von Valence zu ſeinem Kame⸗ raden trat, der ihn erſetzte, hörte er vin zu dem andern ſagen:
„Er ſcheint ein Cidevant zu ſein, aber von Orange her iſt er empfohlen und in Anbetracht, daß er zwan⸗
½
zig Sous Trinkgeld bezahlt, muß man ihn wie einen
Patrioten fahren.“
Der Reiſende glaubte, daß dies der Augenblick—
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