Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Ach! mein Herr, ſagte dieſer,damit könnte man ja die Reiſe bis nach Lyon bezahlen!

Begnüge Dich damit, ſie bis nach Valence zu bezahlen, gib vor, daß ich ſchlafen wolle; das Uebrige

iſt für die Mühe, die Du mit der Rechnung haſt. Soll ich das Felleiſen in die Wagentruhe thun? Das will ich ſelbſt beſorgen. 6 Und indem er das Felleiſen aus den Händen

des Dieners nahm, ohne merken zu laſſen, daß es

ſeine Hände hinabzog, begab er ſich nach dem Speiſe⸗

ſaal, während Baptiſte nach der benachbarten Schenke

ging und zugleich die Aſſignaten in Ordnung brachte.

Wie der Fremde geſagt, der Weg war ihm be⸗ kannt, denn er ging durch einen Corridor, öffnete ohne zu zögern eine erſte Thüre, dann eine zweite, und als dieſe zweite Thüre offen war, ſtand er vor einem elegant ſervirten Tiſche.

Ein Stück Geflügel, zwei Rebhühner, ein kalter Schinken, mehrere Sorten Käſe, ein Deſſert aus prachtvollen Früchten, und zwei Karaffen, von denen die eine rubinrothen, die andere topasfarbigen Wein enthielt, bildeten ein Frühſtück, das, obgleich offenbar für eine einzige Perſon ſervirt, weil ein einziges Couvert aufgelegt war, im Fall der Noth für drei bis vier Gäſte reichen konnte.

Die erſte Sorge des jungen Mannes, als er in

den Speiſeſaal trat, war die, daß er gerade auf einen Spiegel losging und ſeine Haare mit einem kleinen Kamme, den er aus der Taſche zog, ordnete; worauf er an ein Fayencebecken mit darüber her⸗ abſprudelndem Waſſer trat, eine Serviette nahm,