Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Er ſelbſt ſchlug incognito den Weg nach Aix ein, um ſelbſt die Zuſtände im Süden zu erkunden und nahm Niemand mit ſich, als Roland.

In der Hoffnung, daß beim Anblick der Familie das Leben wieder in das von einem unbekannten Unglück gebrochene Herz einkehren werde, hatte er ihm bei der Ankunft in Aix angekündigt, daß er ihn in Lyon zurücklaſſen werde, und gab ihm drei Wochen Urlaub, als Gratification für ihn und Ueberraſchung für ſeine Mutter und ſeine Schweſter.

Roland hatte geantwortet:

Danke, General, meine Schweſter und meine Mutter werden ſehr glücklich ſein, mich wieder zu ſehen.

Ehedem würde Roland geſagt haben;

Danke, General, ich werde ſehr glücklich ſein, meine Mutter und meine Schweſter wieder zu ſehen.

Wir haben der Scene in Avignon beigewohnt: wir haben geſehen, mit welch' tiefer Verachtung der Gefahr, mit welch' bitterem Lebensüberdruß Roland zu einem furchtbaren Duell gegangen war. Wir haben den Grund gehört, den er Sir John wegen

ſeiner Gleichgültigkeit gegenüber dem Tode angege⸗ ben: war der Grund gut oder ſchlecht, wahr oder falſch? Sir John mußte ſich mit ihm begnügen; offenbar hatte Roland nicht Luſt, ihm einen andern anzugeben.

Und jetzt ſchliefen, wie wir geſagt, beide, oder thaten, als ob ſie ſchliefen, während der Galopp von zwei Poſtpferden ſie auf der Route von Avig⸗

non nach Orange eilends entführte.