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Wunſch nach Ruhm geweſen, nun die Sehnſucht nach dem Tode geworden.
Auf der andern Seite aber, wie es gewöhnlich bei denen geht, welche dem Schwert und Feuer trotzen, ſchonten ihn Schwert und Feuer; vor und hinter Roland, an ſeiner Seite fielen die Menſchen: er blieb auf⸗ vecht, unverwundbar wie der Dämon des Krieges.
Zur Zeit des Feldzugs in Syrien ſchickte man zwei Parlamentäre ab, um den Diezzar Paſcha auf⸗ zufordern, ſich zu ergeben: die beiden Parlamentäre erſchienen nicht wieder: die Köpfe wurden ihnen ge⸗ ſpalten.
Man mußte einen dritten ſchicken: Roland bot ſich an, beharrte auf ſeinem Wunſch und erhielt auf ſeine Bitte die Erlaubniß des Obergenerals und kam wieder.
Er war bei jedem der neunzehn Angriffe auf die Feſtung; bei jedem Angriff ſah man ihn bis auf die Breſche kommen; er war einer von den Zehn, welche in den Fluchthurm eindrangen; neun blieben, er kam mit einer Schramme davon.
Während des Rückzugs befahl Bonaparte dem Reſt der Reiter in der Armee, ihre Pferde den Ver⸗ wundeten und Kranken zu geben; das heißt, wer ſein Pferd aus Furcht vor der Anſteckung nicht den Peſt⸗ kranken gebe.
Roland gab das ſeine vorzugsweiſe dieſen: drei fielen von ſeinem Pferde, er beſtieg es nach ihnen und kam wohlbehalten in Cairo an. 3
In Abukir warf er ſich mitten unter das Getüm⸗ mel, drang bis zum Paſcha vor, indem er den Gür⸗ tel durchhieb, welchen die Schwarzen um ihn gebil⸗
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