Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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gewinnen, aber es war vielleicht auch Wahrheit; man riskirte nichts, wenn man wartete.

Man ſtellte den Araber unter gute Aufſicht, gab ihm einen Thaleb, der ſein Dictat ſchrieb, er ſiegelte den Brief mit ſeinem Siegel und ein Araber von Cairo ging, um die Unterhandlung zu führen.

Wenn der Unterhändler ſeinen Zweck erreichte, ſo echielt er fünfhundert Piaſter, der Beduine ſein Leben.

Drei Tage ſpäter kam der Unterhändler und brachte Roland zurück.

Bonaparte hatte dies gehofft, aber nicht daran geglaubt.

Dieſes Herz von Erz, das gefühllos für den Schmerz ſchien, weinte Freudenthränen. Er öffnete Roland ſeine Arme, wie am Tage, da ſie ſich wie⸗ dergefunden, und zwei Thränen, zwei Perlen die Thränen Bonaparte's waren ſelten, rollten aus ſeinen Augen.

Roland blieb ſeltſamer Weiſe düſter mitten in all' der Freude, welche ſeine Wiederkehr hervorrief, beſtätigte die Erzählung des Arabers, unterſtützte ſeine Freilaſſung, weigerte ſich jedoch, irgend ein per⸗ ſönliches Detail über die Art mitzutheilen, wie er von den Beduinen gefangen genommen und von dem Thaleb behandelt worden; Sulkowsky war vor ſeinen Augen getödtet und enthauptet worden, daran war alſo nicht weiter zu denken.

Roland trat wieder in ſeinen gewöhnlichen Dienſt und man bemerkte, daß, was bislang Muth bei ihm geweſen, nun Tollkühnheit geworden; was bislang der