118
worden, und ſich kaum von ſeinem Schmerzenslager erhoben hatte.
Bonaparte, ganz mit ſeinen Gedanken beſchäf⸗ tigt, vergaß den Zuſtand, in welchem ſich der junge Pole befand.
„Sulkowsky,“ ſagte er,„nehmen Sie fünfzehn Guiden und ſehen Sie nach, was dieſe Kanaille von uns will.“
Sulkowsky ſtand auf.
„General,“ ſagte Roland,„geben Sie mir die⸗ ſen Auftrag; Sie ſehen, mein Kamerad kann ſich kaum auf den Beinen halten.“
„Das iſt wahr,“ ſagte Bonaparte,„geh.“
Roland ging, nahm fünfzehn Guiden und ritt
weg. Aber die Ordre war Sulkowsky gegeben, und Sulkowsky hielt darauf, ſie auszuführen.
Er ging nun ſeinerſeits mit fünf oder ſechs Leu⸗ ten, die er bereit fand.
Sei es Zufall, ſei es, daß er beſſer als Roland die Straßen von Cairo kannte, er kam einige Secun⸗ den früher am Siegesthore an.
Als nun auch Roland ankam, ſah er einen Offi⸗ zier, den die Araber fortſchleppten, ſeine fünf bis ſechs Leute waren bereits getödtet.
Bisweilen verſchonten die Araber, welche die Soldaten unerbittlich niedermetzelten, die Offüiere in der Hoffnung auf ein Löſegeld.
Roland erkannte Sulkowsky; er zeigte ihn mit der Spitze ſeines Säbels ſeinen fünfzehn Leuten und commandirte zum Galopp.
Eine halbe Stunde ſpäter kehrte ein inn


