116 Hauſe, dem man den Namen eines Schloſſes gab und
das mit einer Farm und einigen hundert Ackers Land in der Umgegend das ganze Beſitzthum des Generals.
bildete, ſechs bis achttauſend Livres Renten ungefähr.
Es war ein großer Schmerz für das Herz der armen Wittwe— dieſe Abreiſe zu der abenteuerlichen Expedition; der Tod des Vaters ſchien den des Soh⸗ nes zu prophezeien und Frau von Montrevel, eine ſanfte und zarte Creolin, war weit davon entfernt, die rauhen Tugenden einer ſpartaniſchen oder lace⸗ dämoniſchen Wittwe zu beſitzen.
Bonaparte, der ſeinen ehemaligen Kameraden aus der Militärſchule von ganzem Herzen liebte, hatte ihm erlaubt, im letzten Augenblicke in Toulon zu ihm zu ſtoßen; aber die Furcht zu ſpät zu kommen, ließ Roland nicht von dieſer Erlaubniß in ihrer gan⸗ zen Ausdehnung Gebrauch machen. Er verließ feine Mutter mit einem Verſprechen, das er nicht gar pünktlich hielt: nämlich ſich nur in dringenden Fällen der Gefahr auszuſetzen, und kam acht Tage, ehe die Flotte unter Segel ging, in Marſeille an.
Unſere Abſicht iſt nicht, eine Schilderung des Feldzugs in Egypten zu geben, ſo wenig als wir eine ſolche von dem Feldzug in Italien gegeben. Wir werden nur ſo viel davon ſagen, als zur Kennt⸗ niß dieſer Geſchichte und zur Entfaltung von Rolands Charakter abſolut zu wiſſen nöthig iſt.
Am 13. Mai gingen Bonaparte und ſein gan⸗ zer Stab nach dem Orient unter Segel; am 15. Juni übergaben ihm die Maltheſer Ritter die Schlüſſel
ihrer Citadelle. Am 2. Juli ſchiffte ſich die Armee
am Marabout aus; am ſelben Tage nahm ſie Ale⸗
————+— c——————
—


