Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Allerdings, General, antwortete der junge

Capitän und künftige Adjutant,Sie waren dabei,

als ich es ihm verſprach; ein Soldat hat nur ſein Wort.

Acht Tage ſpäter that der Capitän Montrevel den Dienſt eines Ordonnanzoffiziers bei dem Ober⸗ general, der ſeinen Vornamen Louis, welcher zu je⸗ ner Zeit einen ſchlimmen Klang hatte, in den Pſeu⸗ donym Roland umgewandelt.

Und der junge Mann hatte ſich darüber getröſtet, daß er nicht mehr von dem heiligen Ludwig ab⸗ ſtammte, indem er ein Reffe Carls des Großen ge⸗ worden.

Roland Niemand hätte ſich erlaubt, den Ca⸗ pitän Montrevel von dem Augenblicke an noch Louis zu nennen, in welchem Bonaparte ihn Roland ge⸗ tauft, Roland machte mit dem Obergeneral den Feldzug in Italien mit und kam nach dem Frieden von Campd Formio mit ihm nach Paris.

Als die Expedition nach Egypten entſchieden war, wurde Roland, den der Tod des Brigadegenerals von Montrevel, welcher am Rhein gefallen war, wäh⸗ rend ſein Sohn an der Etſch und am Mincio kämpfte, zu ſeiner Mutter zurückgerufen, von dem General en chek als einer der Erſten bezeichnet, welcher an dem unnützen, aber poetiſchen Kreuzzug, den er unter⸗ nahm, theilnehmen ſollte.

Er ließ ſeine Mutter, ſeine Schweſter Amelie und ſeinen jüngern Bruder Edouard in Bourg zurück, dem Geburtsort des Generals von Montrevel; ſie wohnten drei Viertelſtunden von der Stadt, das heißt im Schloſſe Noires Fontaines, einem reizenden