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gebiſſen, die Arme ſtraff und die Hände geballt neben ihm.
„O, o!“ ſagte der junge Bonaparte,„was gibt es Neues?“
„Valence, der Reffe des Gouverneurs, hat mir eine Ohrfeige gegeben.“
„Ah!“ ſagte Bonaparte lachend,„und Du kommſt, mich zu holen, daß ich ſie ihm wieder gebe?“
Der Knabe ſchüttelte den Kopf.
„Nein,“ ſagte er,„ich ſuche Dich auf, weil ich mich ſchlagen will.“
„Mit Valence?“
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„Aber Valence wird Dich ſchlagen, mein Junge; er iſt viermal ſo ſtark als Du.“
„Ich will mich auch nicht mit ihm herumſchlagen, wie's die Kinder thun, ſondern wie die Männer ſich ſchlagen.“
„O, bah!“
„Das ſetzt Dich in Erſtaunen?“ fragte der Knabe.
„Nein,“ ſagte Bonaparte.
„Und worauf willſt Du Dich ſchlagen?“
„Auf Degen.“
„Aber nur die Sergeanten haben Degen und dieſe werden ſie uns nicht leihen.“
„So laſſen wir's mit den Degen.“
„Und womit wollt ihr euch ſchlagen?“
Der Knabe zeigte dem jungen Mathematiker den Zirkel, mit dem dieſer gewöhnlich ſeine Gleichungen machte.
„O! mein Junge,“ ſagte Bonaparte,„das iſt eine ſehr ſchwere Verwundung, die mit dem Zirkel.“


