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„Wozu?“ fragte Roland in beinahe bruskem Tone, indem er die Brauen zuſammenzog.
„Wenn einer von Ihnen verwundet würde; ein Aderlaß kann unter gewiſſen Umſtänden das Leben eines Menſchen retten.“
„Sir John!“ machte Roland mit beinahe wildem Ausdruck,„ich begreife all dieſe zarten Rückſichten bei einem Duelle nicht. Wenn man ſich ſchlägt, ſo geſchieht es, um ſich umzubringen. Wenn man ſich vorher alle Artigkeiten erzeigt, wie es unſere Ahnen und die Ihrigen in Fontenay thaten, gut; ſind jedoch die Degen aus der Scheide oder die Piſtole geladen,
ſo muß das Leben des Einen die Mühe lohnen, die man ſich gemacht, und die Schläge des Herzens, die man verloren. Ich verlange von Ihnen auf Ehren⸗
wort, Sir John, daß der Chirurg keine Hand an
mich legt, ich mag verwundet oder lebendig oder todt ſein.“
„Aber Herr Roland.
„Entweder, oder. Ihr 2 Mylord, oder, der Teufel ſoll mich holen, ich ſchlage mich nicht.“
Der Engländer ſah den jungen Mann erſtaunt an. Sein Geſicht war leichenblaß geworden, ſeine Glieder erfaßte ein Schauer, der dem Schrecken ähn⸗ lich ſah.
Ohne dieſen unerklärlichen Eindruck zu verſtehen, gab Sir John ſein Wort.
„So iſt's recht,“ machte Roland;„ſehen Sie, das iſt noch eine von den Wirkungen dieſer fatalen Krankheit, daß mir augenblicklich ſchlecht wird, wenn ich an ein wundärztliches Beſteckdenke, ein Schnittmeſſer


