Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Roland zitterte und ſah ihn fragend an. Als er jedoch ſah, daß Sir John nicht weiter

ſprach, fragte er:

Nun! und wer macht Sie das glauben?

Sie ſind zu ausgelaſſen heiter, um nicht ſehr traurig zu ſein.

Ja, und dieſe Anomalie ſetzt Sie in Erſtaunen?

NRichts ſetzt mich in Erſtaunen, alles hat ſeinen Grund, warum es ſo iſt.

Das iſt richtig; man muß nur in das Geheim⸗ niß eindringen. Nun, ich will Sie dazu in den Stand ſetzen..

O, ich möchte Sie nicht dazu drängen.

Sie ſind zu artig dazu; aber geſtehen Sie, daß es Ihnen Vergnügen machen würde, in Rückſicht auf mich klar zu ſehen.

Aus Intereſſe füt Sie.

Gut denn, Mylord, ſo erfahren Sie die Löſung

des Räthſels; ich werde Ihnen ſagen, was ich noch

Niemand geſagt. Wie Sie mich hier ſehen, anſchei⸗ nend von einer ausgezeichneten Geſundheit begün⸗ ſtigt, habe ich eine Pulsadergeſchwulſt, die mir furcht⸗ bare Leiden verurſacht. Jeden Augenblick habe ich Krämpfe, Schwächen, Ohnmachten, über die ſich eine Frau ſchämen würde. Ich muß beſtändig die lächer⸗ lichſten Vorſichtsmaßregeln brauchen, und trotzdem hat mich Larcey verſichert, daß ich jeden Augenblick gefaßt ſein müſſe, die Welt zu verlaſſen, da die kranke Arterie in meiner Bruſt bei der geringſten Anſtrengung zerſpringen könne. Denken Sie ſich, wie amüſant das für einen Soldaten iſt! Sie be⸗

greifen, daß von dem Augenblicke, da ich über meine