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Ganzen genommen ein Mann von Herz und ich möchte einſt alle Leute von Herz für mich haben.“
„Man wird ſein Beſtes thun, General, ſeien Sie ruhig.“
In dieſem Augenblick erſchien der Wirth auf der Schwelle des Zimmers.
„Die Poſtchaiſe für Paris iſt angeſpannt,“ ſagte er.
Der General nahm ſeinen Hut und ſeinen Stock, den er auf einen Seſſel gelegt; Roland dagegen folgte ihm abſichtlich entblößten Hauptes, damit man ſehe, er habe nicht die Abſicht, mit ſeinem Gefährten ab⸗ zureiſen. ⸗
Alfred von Barjols machte keinen Einwand gegen ſein Weggehen. Es war ja überdies leicht zu ſehen, daß ſein Gegner eher Streitigkeiten ſuche, als ver⸗ meide.
Dieſer begleitete den General bis an den Wagen, wo derſelbe einſtieg.
„Thut nichts,“ ſagte er, indem er ſich ſetzte,„es ſchmerzt mich ſehr, Dich allein zu laſſen, Roland, ohne einen Freund, der Dir als Zeuge dienen könnte.“
„O beunruhigen Sie ſich nicht darüber, General; es fehlt uns nie an Zeugen: es gibt und wird immer
WMenſchen geben, welche wiſſen möchten, wie ein WMenſch den andern umbringt.“
„Auf Wiederſehen, Roland; Du hörſt, ich ſage nicht Lebewohl, ich ſage auf Wiederſehen.“ „Ja, mein lieber General,“ antwortete der junge ann, mit einer beinahe gerührten Stimme,„ich höre wohl und ich danke Ihnen.“ „Verſprich mir, ſobald die Sache abgemacht iſt,


