Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Nein, mein Herr, ich gehöre zu der Poſtchaiſe; aber ſeien Sie ruhig, ich gehe nicht fort.

Ich auch nicht, ſagte der Engländer;man ſpanne die Pferde aus, ich bleibe.

Ich gehe, ſagte der junge braune Mann, dem Roland den Titel eines Generals gegeben, mit einem Seußer;Du weißt, daß es ſein muß, mein Freund, und daß meine Anweſenheit dort abſolut nöthig iſt. Aber ich ſchwöre Dir, daß ich Dich nicht ſo verlaſſen würde, wenn ich es anders machen könnte

Und indem er dieſe Worte ſagte, verrieth ſeine Stimme eine Aufregung, deren ihr ſonſtiger feſter und metallener Klang nicht fähig zu ſein ſchien.

Roland dagegen ſchien auf dem Gipfel der Freude; man hätte glauben ſollen, dieſer Kampfnatur öffne ſich beim Herannahen der Gefahr, die ſie, wenn nicht hervorgerufen, ſo doch nicht zu vermeiden geſucht, weit die Bruſt.

Gut! General, ſagte er,wir müßten uns doch in Lyon trennen, da Sie die Güte hatten, mir einen Urlaub von einem Monat zu bewilligen, um nach Bourg zu meiner Familie zu gehen. Wir machen nur ſechzig Stunden weniger zuſammen, das iſt Alles.

Ich werde Sie in Paris wiederfinden. Nur bitte

ich Sie, wenn Sie eines ergebenen Mannes bedür⸗ fen, der ſtets ſchlagfertig iſt, ſich meiner zu erinnern. Sei ruhig, Roland. 3 Und indem er die beiden Gegner ſcharf ins Auge faßte, ſagte er zu ſeinem jungen Gefährten mit einem unbeſchreiblich zärtlichen Accente,laſſe Dich nicht tödten; aber wenn es möglich iſt, ſo tödte auch Deinen Gegner nicht. Dieſer junge Mann iſt im

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