———
59
keit die luxuriöſeſten, verſchwenderiſchſten und üppig⸗ ſten Könige Aſiens zu übertreffen. Zog er aus Macedonien etwa ſein Geld, und glauben Sie, daß der König Philipp, einer der ärmſten Könige des armen Griechenland, die Tratten honorirte, die ſein Sohn auf ihn zog? Nein, gewiß nicht; Alexander machte es wie der Citoyen Morgan; nur ſtatt Dili⸗ gencen auf der Landſtraße anzuhalten, plünderte er die Städte, legte den Königen Löſegelder auf und erhob Contributionen von den eroberten Ländern. Gehen wir zu Hannibal über. Sie wiſſen, wie er von Carthago ausgezogen, nicht wahr? Er hatte nicht mal die achtzehn oder zwanzig Talente ſeines Vorgängers Alerander; aber da er Geld brauchte, ſo nahm und plünderte er mitten im Frieden und gegen alle Verträge die Stadt Sagunt; von da an war er reich und konnte ins Feld ziehen. Verzeihung, dies⸗ mal citire ich nicht mehr aus Plutarch, ſondern aus Cornelius Nepos. Ich übergehe ſein Herabſteigen von den Pyrenäen, ſeinen Uebergang über die Alpen, die drei Schlachten, die er gewann und bei denen er ſich jedesmal des Schatzes der Beſiegten bemächtigte, und komme zu den fünf bis ſechs Jahren, die er in Campanien zubrachte. Glauben Sie, daß er für ſeine Armee den Capuanern eine Penſion bezahlte, und daß die Banquiers von Carthago, die mit ihm brouil⸗ lirt waren, ihm Geld ſchickten? Nein, der Krieg unterhielt den Krieg, das morganiſche Syſtem, Citoyen. Kommen wir zu Cäſar. Ah, Cäſar, das iſt etwas Anderes. Er geht nach Spanien mit ungefähr dreißig Millionen Schulden, kommt mit beinahe eben ſo vielen zurück, geht nach Gallien, bleibt dort zehn


