Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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für Worte gelten konnten; dagegen hatte der Eng⸗ länder bei jeder Erklärung, die über den Stand der Dinge in Frankreich gegeben wurde, oſtenſibel ein Notizbuch herausgezogen, und, indem er bald den Weinhändler bald den Abbé, bald endlich den jun⸗ gen Edelmann bat, die Erklärung zu wiederholen, was jeder in derſelben höflichen Weiſe that, wie ge⸗ beten wurde, ſich alles aufgezeichnet, was Wichtiges, Außerordentliches und Intereſſantes über den An⸗ griff auf die Diligence, den Zuſtand in der Vendée und die Genoſſen Jehus geſagt worden, indem er jedesmal mit Wort und Geberde in jener ſteifen Art, die unſer Nachbarn jenſeit des Meeres eigen⸗ thümlich iſt, dankte und jedesmal in die Seitentaſche ſeines Ueberrocks ſein mit einer neuen Notiz berei⸗ chertes Buch ſteckte.

Endlich hatte er, wie ein durch eine unerwattete Entwicklung freudig überraſchter Zuſchauer, vor in⸗ nerer Befriedigung bei dem Anblick des maskirten Mannes laut aufgeſauchzt, mit beiden Ohren gelauſcht, mit allen Augen aufgeſchaut, ihn nicht aus dem Ge⸗ ſicht verloren, bis die Thüre ſich hinter ihm geſchloſſen, und dann lebhaft ſein Notizbuch aus der Taſche zie⸗ hend, zu ſeinem Nachbar, der Niemand anderes, als der Abbé war, geſagt:

O, mein Herr, würden Sie wohl die Güte haben, wenn ich mich nicht genau erinnerte, mir Wort für Wort zu wiederholen, was der Gentleman, der ſo eben weggeht, geſagt hat?

Er hatte ſich augenblicklich ans Schreiben ge⸗ macht, und da ſich das Gedächniß des Abbé mit dem ſeinigen verband, die Befriedigung gehabt, die Worte,