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hatten, wie die übrigen Reiſenden, welche zum glei⸗ chen Wagen gehörten, den unverholenſten und leb⸗ hafteſten Schrecken an den Tag gelegt. Da er zur Linken von Jean Picot ſaß, als er den Banditen ſich dem Weinhändler nahen ſah, hatte er in der illuſoriſchen Hoffnung, eine paſſende Diſtanz zwiſchen ſich und dem Genoſſen Jehus zu behaupten, ſeinen Stuhl gegen den ſeiner Frau gerückt, die, dem Drucke
nachgebend, auch den ihrigen zu rücken verſuchte.
Da der Stuhl jedoch, welcher hinter ihr ſtand, der des Citoyen Alfred von Barjols war, der keinen Grund hatte, Leute zu fürchten, vor denen er eine ſo hohe und vortheilhafte Meinung an den Tag gelegt, ſo
hatte der Stuhl der Frau des dicken Herrn ein Hin⸗
derniß in der Unbeweglichkeit desjenigen des jungen Mannes gefunden, ſo daß, wie es in Marengo acht bis neun Monate ſpäter geſchah, als der Oberge⸗
neral es für Zeit hielt, wieder die Offenſive zu er⸗
greifen, die retrograde Bewegung ihr Ende erreicht hatte.
Was Jenen betrifft— wir ſprechen von dem Citoyen Alfred von Barjols— ſo war ſein Ausſehen, wie das des Abbé, der die bibliſche Erklärung be⸗ züglich des iſraelitiſchen Königs Jehu und ſeiner Miſſion gegeben,— ſein Ausſehen, ſagen wir, war das eines Mannes, der nicht nur keine Furcht kennt, ſondern ſogar das Ereigniß, das kommt, ruhig erwartet, wie unverhofft es auch ſein mag. Um ſeine Lippen ſpielte ein Lächeln, und wenn nicht alle Tiſchgenoſſen ſo ſehr
mit den beiden Hauptbetheiligten der Scene, welche
ſo eben geſpielt, beſchäftigt geweſen wären, hätten
ſie ein beinahe unmerkliches Zeichen beobachten kön⸗


