Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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II.. Ein italieniſches Sprichwort.

Obgleich die beiden Gefühle, die wir ſo eben an⸗ gedeutet habem vie vorherrſchenden waren, gaben ſie ſich doch nicht bei allen Anweſenden in gleicher Weiſe kund. Die Verſchiedenheit nüancirte ſich nach dem Geſchlechte, nach dem Alter, nach dem Charakter, wir möchten beinahe ſagen, nach der ſocialen Stel⸗ lung der Zuhörer.

Der Weinhändler Jean Picot, der Hauptbethei⸗ ligte an dem Ereigniß, das ſo eben vor ſich gegan⸗ gen, hatte auf den erſten Blick an der Tracht, den Waffen und der Maske einen der Männer erkannt, mit denen er geſtern zu thun gehabt, und war deß⸗ halb bei ſeiner Erſcheinung anfangs ganz vom Schre⸗ cken betäubt; als er jedoch nach und nach den Grund des Beſuchs erkannt, den ihm der geheimnißvolle Bandit abſtattete, hatte ſich ſein Schrecken allmälig in Freude verwandelt, indem er alle zwiſchen dieſen beiden Gefühlen liegenden Nüancen nacheinander durchmachte. Sein Goldſack lag neben ihm und man hätte glauben können, er wage es nicht, denſelben anzurühren: vielleicht fürchtete er, ſobald er ſeine Hand daran bringe, werde er wie das Gold ver⸗ ſchwinden, das man im Traum zu finden glaubt und das ſogar verſchwindet, ehe man noch die Augen öffnet, in jener Periode zunehmender Klarheit, welche den Schlaf vom vollkommenen Wachſein trennt.

Der dicke Herr aus der Diligence und ſeine Frau

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Dumas, Jehu. I.