42
antwortete der Weinhändler,„und hüteten uns, uns zu vertheidigen.“
„Wie!“ verſetzte der junge Mann,„mit wem hatten Sie es zu thun? Sie hatten es, wie mich dünkt, mit Dieben, mit Banditen zu thun.“
„Keineswegs; ſie hatten ſich genannt.“
„Gewiß.“
„Wie! ſie hatten ſich genannt?“
„Sie ſagten: Meine Herren, es iſt unnöthig, ſich zu vertheidigen; meine Damen, haben Sie keine Furcht, wir ſind keine Räuber, wir ſind Genoſſen Jehus.“
„Ja,“ meinte der junge Mann von der Table d'Höte,„ſie ſagen es zum Voraus, damit keine Ver⸗ wechslung ſtattfinden kann; das iſt ihre Gewohnheit.“
„Ah, ſo,“ ſagte Roland,„was iſt denn dieſer Jehu, der ſo höfliche Genoſſen hat? Iſt das ihr Hauptmann?“
„Mein Herr,“ ſagte ein Mann, deſſen Kleidung etwas von einem ſäculariſirten Prieſter hatte, und der nicht nur gleichfalls ein Stammgaſt der Table d'Höte, ſondern auch in die Geheimniſſe der ehren⸗ werthen Corporation eingeweiht ſchien, deren Ver⸗ dienſte man ſo eben zu würdigen im Begriffe war, „wenn Sie etwas vertrauter mit der Lectüre der heiligen Schriften wären, als Sie zu ſein ſcheinen, ſo würden Sie wiſſen, daß vor etwa zweitauſend ſechshundert Jahren dieſer Jehn geſtorben iſt und daß er folglich nicht gegenwärtig die Diligencen auf den Landſtraßen angreifen kann.“.
„Herr Abbé,“ antwortete Roland, der den Mann der Kirche erkannt hatte,„da Sie, trotz des bittern


