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„Sie waren vielleicht dabei,“ ſiel einer der Rei⸗ ſenden, halb ſcherzend, halb zweifelnd, ein.
„Ich weiß nicht, Citoyen, ob Sie mir damit eine Grobheit zu ſagen beabſichtigen,“ entgegnete der junge Mann, welcher den Erzähler ſo freundlich und ausdauernd unterſtützte, in hinwerfendem Tone;„aber meine politiſchen Anſichten laſſen mich Ihren Zwei⸗ fel nicht als eine Beleidigung betrachten. Wenn ich das Unglück gehabt hätte, zu der Zahl der Ange⸗ fallenen zu gehören, oder die Ehre, zu der Zahl der Angreifenden, ſo würde ich es im einen Falle ſo offen wie im andern ſagen; aber geſtern Morgen um zehn Uhr, gerade in dem Augenblicke, als man vier Meilen von hier die Diligence angriff, früh⸗ ſtückte ich in aller Ruhe hier an dieſem Platze und, merken Sie wohl, ſogar mit denſelben Citoyens, die mir in dieſem Augenblicke die Ehre erweiſen, zu mei⸗ ner Rechten und zu meiner Linken zu ſitzen.“ „Und,“ fragte der von den beiden zuletzt ange⸗ kommenen Reiſenden, welche ſo eben an der Tafel Platz genommen, den ſein Begleiter mit dem Namen Roland bezeichnete,„zu wie vielen waren Sie in der Diligence?“
„Warten Sie; ich glaube, wir waren.. ja, wir waren unſerer ſieben Mänſer und drei Frauen.“
„Sieben Männer ohne den Conducteur?“ wie⸗ derholte Roland.
„Ganz richtig.“
„Und zu ſieben ließen Sie ſich von vier Ban⸗ diten plündern? Ich mache Ihnen mein Compliment, meine Herren.“
„Wir wußten, mit wem wir es zu thun hatten,“
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