36
„In einer halben Stunde ſpäteſtens müſſen die Pferde am Wagen ſein.“
Der Wirth zeigte ihnen den Speiſeſaal und ſie traten ein, der ältere der Beiden ging voran, der Andere folgte.
Man kennt den Eindruck, den gewöhnlich zwei neue Ankömmlinge an einer Table d'Höte hervor⸗ bringen. Aller Blicke waren nach ihnen gerichtet. Das Geſpräch, das ziemlich belebt ſchien, wurde un⸗ terbrochen.
Die Tiſchgeſellſchaft beſtand aus einigen Stamm⸗ gäſten des Hotels, dem Reiſenden, deſſen Wagen eingeſpannt vor der Thüre hielt, einem Weinhändler von Bordeaux, der ſich aus Gründen, die wir ſpäter mittheilen werden, augenblicklich in Avignon aufhielt,
von Marſeille nach Lyon gingen.—
Die Neuankommenden begrüßten die Geſellſchaft mit einem leichten Nicken des Kopfes und ſetzten ſich an das Ende des Tiſches, indem ſie ſich auf dieſe
Cvuverts von den andern Gäſten abſonderten. Dieſe Art von ariſtokratiſcher Zurückhaltung ver⸗ doppelte die Neugier, deren Gegenſtand ſie waren; überdies fühlte man, daß man es mit Perſonen von unbeſtreitbarer Diſtinction zu thun habe, obgleich ihre Kleidung von der größten Einfachheit war. Beide trugen Stulpſtiefeln mit kurzen Hoſen,
einen Frack mit langen Schößen, einen Reiſeüberrock
und einen Hut mit breiter Krempe— die Tracht beinahe aller jungen Leute zu jener Zeit; was ſie jedoch von den Elegants von Paris und ſelbſt der
und einer Anzahl Reiſender, welche mit der Diligence
Weiſe durch einen Zwiſchenraum von drei bis vier
„


