Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Jourdan benützte den Schrecken, den er der Stadt eingejagt, und verhaftete oder ließ vielmehr achtzig Perſonen ungefähr verhaften, die Mörder oder we⸗ nigſtens die angeblichen Mörder Lescuyers.

Dreißig vielleicht hatten nicht mal den Fuß in die Kirche geſetzt; findet man jedoch eine gute Gele⸗ genheit, ſich ſeiner Feinde zu entledigen, ſo muß man ſie benützen, denn die guten Gelegenheiten ſind ſelten.

Dieſe achtzig Perſonen wurden in dem Trouillas⸗ thurm aufgeſchichtet. 3

Man hat ihn geſchichtlichTour de la Glacière genannt.

Weßhalb den Namen Trouillasthurm ändern? Der Name iſt ſchmutzig und paßt vortrefflich für die ſchmutzige Handlung, die dort begangen worden.

Er war der Schauplatz der ingquiſitionellen Tortur.

Heute noch ſieht man dort an den Wänden den

fetten Ruß, der mit dem Rauch von dem Holzſtoße aufſtieg, auf welchem die menſchlichen Leiber ver⸗ brannt wurden: heute noch zeigt man Dir das ſorg⸗ fältig aufbewahrte Handwerkszeug der Folter: den Keſſel, den Ofen, den ſpaniſchen Bock, die Ketten, die Fallthüren, und es fehlt nichts, bis herab zu den alten Gebeinen.

In dieſem von Clemens V. gebauten Thurme ſchloß man die achtzig Gefangenen ein.

Nachdem man dieſe Achtzig zu Gefangenen ge⸗

macht und eingeſchloſſen, war man in großer Verle⸗

genheit: was mit ihnen anfangen. Durch wen ſie aburtheilen laſſen?

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