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treiber auf den rauhen Höhen um ſeine Geburtsſtadt geweſen, dann Soldat ohne Krieg— der Krieg hätte ihn vielleicht menſchlicher gemacht;— zuletzt Schenk⸗ wirth in Paris.
In Avignon war er Krapphändler.
Er ſammelte dreihundert Männer, bemächtigte
ſich der Thore der Stadt, ließ dort die Hälfte ſeiner
Truppe, und mit dem Reſt marſchirte er nach der Egliſe des Cordelieres, während zwei Kanonen voran⸗ fuhren.
Er ſtellte dieſe vor der Kirche auf und ſchoß ins Blaue hinein.
Die Mörder zerſtreuten ſich wie ein Flug aufge⸗ ſcheuchter Vögel, indem ſie einige Todte auf den Stufen der Kirche zurückließen.
Jourdan und ſeine Leute ſchritten über die Lei⸗ chen weg und betraten den heiligen Ort. x Hier war nur die heilige Jungfrau und der
unglückliche Lescuyer zurückgeblieben, welcher noch
athmete. 5
Jourdan und ſeine Kameraden hüteten ſich wohl, Lescuyer den Garaus zu machen; ſein Todeskampf war ein ausgezeichnetes Mittel zur Aufwiegelung. Sie nahmen dieſen Reſt von Leben, dieſe drei Vier⸗ tel Leichnam und trugen ihn blutend, keuchend und röchelnd hinaus.
Jedermann floh bei dieſem Anblick und ſchloß Thüren und Fenſter.
Nach Verfluß einer Stunde waren Jourdan und ſeine drei Hundert Herren der Stadt.
Lescuyer war todt, aber das hatte wenig zu ſagen: man brauchte ſeinen Todeskampf nicht mehr.


