Siebenundzwanzigſtes Capitel.
Als der kleine Kreis, die Eigenthümer von Li⸗ neuil mit eingeſchloſſen, des Abends in dem Saloͤn verſammelt war, und das Geſpräch wie gewöhn⸗ lich, ſeit jenem unglücklichen Feſte immer einſyl⸗ biger wurde, nahm der Baron nicht ohne gehei⸗ mes Schmunzeln, obgleich ein wenig unſicher, das Wort. 2 4 „Es fängt an zu ſcheinen,“ begann er,„daß wir Langeweile haben; oder wenigſtens,“ fuhr er fort, nachdem die Anweſenden, ſeine immer ſchweigſame Gattin ausgenommen, beſonders Gu⸗ ſtav ihm lebhaft, aber nicht ohne Verwirrung ver⸗ ſichert, daß er ſich irrte—„wenigſtens, daß wir nicht in unſre Einſamkeit genug wechſelnde Unter⸗ haltungen eingeführt haben. Die Ideen gehen mitunter aus, und dann iſt die gemeinſame Lectüre eines guten Buches das beſte Mittel, ſie wieder herbeizuführen.
„„Sie, und Lectüre, Herr Baron““ unterbrach ihn Guſtav ein wenig ungläubig.„„Es iſt wenig⸗ ſtens das erſte Mal, daß ich Sie dieſe Art von ge⸗ meinſamer Unterhaltung habe anpreiſen hören.“


