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Langeweile; ein unſichtbares Weſen begleitete ihn überall, drängte ſich in ſeinen Vorſtellun⸗ gen, und verlieh Guſtavs ſonſt ſtolzen Blicken eine milde Gluth..
Kaum war der Mittag vorüber, da ver⸗ tiefte ſich Guſtav ſchon in den Park, und ſuchte durch immer ſchnellere Schritte die Zeit, die er noch warten mußte, abzukürzen. Glücklichen Träumen hingegeben, merkte er nicht, daß meh⸗ rere Fremde ihm naheten; er wurde begrüßt, angeredet, obgleich unzufrieden, daß er geſtört wurde, vergaß er doch nicht die Geſetze der Ar⸗ tigkeit. Seine Seele war jedoch innerlich hei⸗ ter; und eine ſo lange verſchleierte anmuthige Lebhaftigkeit drang in ſeinen Geſprächen ſie⸗ gend hervor.
Unter der Geſellſchaft befanden ſich zwei ſchöne Frauen, die ſchon früher vergeblich ge⸗ ſtrebt, Guſtavs Aufmerkſamkeit zu feſſeln, heute ſchien es ihnen zu gelingen; mit beklomme⸗ nem gepreßten Herzen fragten ſich die gewech⸗ ſelten Blicke; iſt dies wirklich der kalte, unem⸗


