4☛ 166 das Mitleid vertrat die Stelle der Liebe, und zeigte ihm ſeine Pflicht. Mit verſtellter Sehn⸗ ſucht eilte er zu der jungen Witwe. Sie em⸗ pfing ihn mit dem Entzücken der Liebe. Be⸗ troffen über ſeine Bläſſe, über ſein gezwunge⸗ nes Benehmen, fragte ſie ihn nach der Urſache dieſer Veränderung.„Ich habe viel gelitten während Ihrer Abweſenheit!“ erwiederte er. „„Ach!““ rief ſie getäuſcht,„ſo be⸗ weiſen Sie mir völlig, daß ich Ihnen noch im⸗ mer theuer bin; bald werden alle unſre Wünſche erfüllt werden.“ℳn. Zulien ſchauderte; aber er verbarg ſeine Gefühle.„ Ich habe indeſſen einen Vorwurf Ihnen zu machen,“ verſetzte ſie;„Sie haben die Geſchäfte, mein Vermögen betreffend, ein wenig verſäumt. Sie erwähnen mit keiner Sylbe meines Prozeſſes, der mit neuen Urkun⸗ den aufs neue aufgenommen iſt.”“ 3 „„Ich weiß kein Wort davon.”⸗ „Nun ich verzeihe Ihnen. Wir wer⸗ den uns ja von dieſer Stunde an nicht wieder
4


