der Hofgnade ſteht, daß er der Strafe, die darauf ſteht, entgehen würde.“
„Ich, für meinen Theil, will meine Schuldigkeit thun, werde daraus, was da wolle— und wenn es gegen mein eigen Blut ginge,“ erklärte der rohe Fa⸗ natiker Corniſh.
„Du hörſt es, Mervyn,“ ſagte der Jeſuit gelaſ⸗ ſen.„Stelle Dich nicht zwiſchen mich und die yerr⸗ liche Sonne des Heils, welche nie untergeht. In einer
Stunde— nein, weine nicht, mein Kind, wird dieſer gemarterte Geiſt auf immer im Schooße ſeines Got⸗ tes ruhen. Es iſt ein rauher und ſteiler Pfad zum Himmel, aber betrat unſer geſegneter Meiſter einen ſanftern?“
„Kommt, Eile, Eile!“ rief Corniſh.
„Ihr ſeid eifrig, Herr,“ ſagte Van Huysman. „Sehet zu!— das Rad des Schickſals ſtehet niemals ſtill, und ſein Rollen mag auch Euch erdrücken. Ihr habt das Herz eines Verräthers und könntet von dem Loos eines Verräthers getroffen werden.“
„Vater, wenn Ihr mich je geliebt habt, hört mich!“ rief Mervyn leidenſchaftlich.„Verantwortet Euch vor dieſem tyranniſchen Gericht! Die Kirche be⸗ darf Eures Lebens und nicht Eures Todes! Willigt ein, Rede zu ſtehen, und ich will Eure Begnadigung vom Könige auswirken, oder zu ſeinen Füßen ſterben!“
„Es iſt zu ſpät, mein feiner junger Burſche, das Urtheil iſt ausgeſprochen,“ ſagte Oates.„Er hat Gnade, und Mylords und die Richter verworfen— nein, der König ſelbſt— kann das Urtheil nicht wider⸗ rufen.“
„Ihr lügt, Mörder, Ihr lügt!— der König kann begnadigen, ſelbſt noch auf dem Todesblocke!“ ſchrie Mervyn.„Er wird Seiner Majeſtät Gnade mit Er⸗ folg anrufen, er wird, ich ſchwöre darauf.“
„Nein, mein Sohn, der König darf nicht wagen, mich zu begnadigen,“ ſagte Van Huysman.„Die


