Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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dem die Schlacht geſchlagen und die Sonne hinunter⸗ gegangen iſt.

Vater! Ihr werdet, Ihr könnet Euch nicht wahnſinnig in dieſen ſchrecklichen Tod ſtürzen! rief Mervyn.

Nicht wahnſinnig, ſondern ganz vernunftgemäß, Mervyn, ſagte der Prieſter ruhig.Der Tod iſt der Pförtner des Paradieſes! Wer würde die Schmerzen und Schrecken dieſes Lebens dem Tode vorziehen, wenn er fühlte, wie ich es thue daß die dunklen Wellen der Zukunft von den Ufern des Himmels begrenzt ſind? Sollte ich mein ganzes Daſein der Lüge zeihen? Wo wäre nun die Religion Gottes, hätte das Herz des Paulus vor Pein oder Tod gezittert? Mein Entſchluß ſteht feſt, wie die Alpen. Ich bin hier, um für ihn zu ſterben, der für alle Menſchen ſtarb.

Kommt, kommt, Meiſter Jeſuit, wir wollen nichts weiter von Eurem papiſtiſchen Geſchwätz hören, unterbrach ihn Oates.Herr Sheriff, da ſtehen koſt⸗ bare, obwohl ſchuldige Seelen umher, und wir müſ⸗ ſen nicht zugeben, daß ſie verdorben werden, damit nicht, indem wir trockenes Holz ins Feuer legen, §S

Böſewicht! nein, es thut mir leid, ein ſolches Wort vor einem ſolchen Schritte geſprochen zu haben, ſagte der Prieſter mit einer leichten Röthe der Ent⸗ rüſtung.Ich möchte dieſe Erde verlaſſen ohne Feind⸗ ſchaft gegen irgend einen Menſchen, aber gedenke! Dies ſind Deine hoffärtigen und ſiegreichen Tage, in denen Du Dich mit allen Deinen Aeſten gen Himmel ausbreiteſt und zu den Winden ſagſt,ich bin ewig! Aber die Blitze des Höchſten werden endlich auf Dich fallen, Deinen Stolz verſengen, Deine Wurzeln aus⸗ reißen und Deinen grünen Wipfel zum Schlupfwinkel der Schlangen und Würmer machen!

Schaut einmal, Herr Sheriff, ſeht Ihr, was

Whitefriars. II. 17