Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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zu machen gedächte, hätte Se. Heiligkeit ihre Souve⸗ ränitätsrechte bereits ausgeübt durch Ernennung einer großen Anzahl von weltlichen Beamten, unter welchen Oates ſorgfältig mehrere der Vornehmſten des katho⸗ liſchen hohen und niedern Adels eingeſchloſſen hatte.

Sir Edmundburys Erſtaunen und ſogar Entſetzen nahm mit jedem Worte dieſer außerordentlichen Depo⸗ ſition zu, aber ſein ehernes Geſicht zeigte nicht die min⸗ deſte Bewegung, während das Geſtöhne des Mißfallens und die Ausrufungen der Zuhörer die Heftigkeit der ihrigen beurkundeten. Selbſt Blood war erſtaunt und etwas beunruhigt über die vielartige Menge und Größe der Anklagen. Oates glückliche Unverſchämtheit zeigte jedoch, daß er für ſeinen Auftrag von Männern aus⸗ gewählt worden war, die das zu ihrem Geſchäft noth⸗ wendige Werkzeug vollkommen kannten.

Ich nehme Eure Anklage an, wie ich verpflichtet bin durch mein Amt, Herr Oates, ſagte der Richter nach einer kurzen Pauſe; Ihr möget nun Euren Eid ablegen; aber ob Ihr ein ganz abſcheulicher Meineidi⸗ ger ſeid oder der Retter dieſer Nation, weiß Gott der Herr allein und wird die Zeit ausweiſen.

Und ſeid verſichert, würdiger Sir Edmundbury, erklärte Oates, indem er ohne Zagen das heilige Buch küßte,daß ich unter dieſem Zeichen ſiegen werde und daß Korn und Wein deſſen ſein werden, der da erndtet und die Weinleſe ſowohl deſſen, der da ſäet, als deſſen, der da ſchneidet.

Was mich anbetrifft, erwiederte Sir Edmund⸗ bury mit prophetiſchem Trübſinn,ſo werde ich keinen Dank erndten für meine Mühe und werde, wie ich glaube, der erſte Märtyrer ein.

Dates lächelte etwas finſter und begann die feier⸗ lichen Worte des Eides dem Gerichtsſchreiber nachzu⸗ ſprechen; da flüſterte Blood zu MervynLaßt uns hinausgehen und dort auf ihn warten es ſollte mich