Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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beſtändigen Streitigkeiten zwiſchen Karl und ſeinen Unterthanen; denn die große Menge hielt es ſtill⸗ ſchweigend für ausgemacht, daß ihr König, ſein Bru⸗ der und der ganze Hof mit Herz und Seele für das ungeheure Unternehmen der Wiedereinſetzung des Pabſt⸗ thums eingenommen und thätig ſeien.

Auf dieſe eben angegebenen in dem öffentlichen Geiſte feſtgewurzelten Schlüſſe gründete Oates ſein wildes, unzuſammenhängendes Gebäude, welches, ge⸗ kittet mit Blut und Schrecken, am Ende unter ſeinem eigenen Gewichte zuſammenſtürzte, und eine geſpen⸗ ſtiſche Ruine zurückließ, zur Warnung für die Zukunft, wenn Nationen je aus der Erfahrung Weisheit ſchöpften.

Um ihren großen Plan zu verwirklichen, fanden es die Jeſuiten, nach der Angabe des Oates, noth⸗ wendig, alle Schutzwehren der engliſchen Freiheit zu zerſtören und ihren Weg mit den Ruinen der gerühm⸗ ten engliſchen Verfaſſung zu pflaſtern. Es ſchien aber, daß ſie fürchteten, des Königs Unbeſtändigkeit und epi⸗ curäiſche Gleichgültigkeit möchten ihn untauglich ma⸗ chen zu einem Werkzeuge für ihre Abſichten und ſo wurde beſchloſſen, ſich ſeiner zu entledigen und an ſeine Stelle den Herzog von York zu ſetzen, den man als einen eingefleiſchten Papiſten rühmte. Zu dieſem Zwecke klagte Oates den Vater La Chaiſe, Beicht⸗ vater des franzöſiſchen Königs oder Le Shee, wie er ihn nannte, an, zwei tauſend Pfund Sterling bei ei⸗ nem Londner Goldſchmied hinterlegt zu haben, um einen Mörder zu dingen, Oliva und die ſpaniſchen Jeſuiten, ſetzte er hinzu, hätten dieſelbe Summe be⸗ willigt. Die Benediktiner aber, welche arm wären, blos ihre Gebete verſprochen. Es ſollte ein allgemeiner Aufſtand in Irland und eine Ermordung der Prote⸗ ſtanten daſelbſt ſtattfinden, wobei Frankreich mit einem großen Heere Hülfe leiſten wollte. In England ſollte der Herzog von York das Parlament auflöſen, alle

Whitefriars. n. 2