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ich habe nun den Staub von meinen Schuhen geſchüt⸗ telt zum ewigen Zeugniß gegen ſie.“
„Und dieſes verſtegelte Papier enthält Eure An⸗ gaben oder Anklagen?“ ſagte Sire Edmundbury, in⸗ dem er das Gemurmel der Menge mit einem Blicke zum Schweigen brachte.—
„Das geht nicht an, mein Herr. Ich werde Euch auf deren Inhalt keinen Eid ablegen laſſen, ſo lang ich denſelben nicht kenne. In einer ſo wichtigen Sache ſoll nichts im Dunkeln gethan werden. Aber nach Allem ſcheint es mir angemeſſener, daß Ihr Euch mit Euren Papieren vor den Rath oder vor den Lordkanzler ſtellt, die ihrer Würde nach geeignetere Behörden für die Unterſuchung einer ſo wichtigen Sache ſind, welche die Sicherheit des Staats zum Gegenſtande hat!“
„Euer Würden weigert ſich alſo, meine Anklagen anzunehmen?“ rief Oates, und der Pöbel erhob ein Geſchrei, zu dem Bloods Stentorſtimme den Grund⸗ baß bildete; dieſer rief die Worte aus, welche nachher das Feldgeſchrei ſeiner Partei wurden:„Kein Pabſt⸗ thum, kein Pabſtthum!“
Dieſer Wuthlaut wurde augenblicklich in jeder Aſuufung mißtönender Stimmen wiederholt, und Sir Edmundbury rief, ſich ſchnell umkehrend,„Konſtabler, greift dieſe Schreier, führt ſie ſtracks nach Bridewell wegen Tumult im Gerichtshof aus Verachtung des königlichen Gerichts.“
Dieſe Drohung und die bekannte Strenge des Mannes bewirkte augenblicklich eine Stille.
„Ich weigere mich nicht, Doktor Oates, da dies Euer Name iſt, Eure oder irgend einer andern Per⸗ ſon Angabe aufzunehmen,“ ſagte der Friedensrichter; aber ich will mich nicht als ein blindes Werkzeug ge⸗ brauchen laſſen. Leſet Euren Bericht vor und legt dann ſo viele Eide darauf ab, als Ihr wollt.“
Oates war nichts lieber, als auf dieſe Art die


