Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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in Anbetracht, daß wir zwei ſo mächtige Feinde zu be⸗ kämpfen haben, wie der Pabſt und den Teufel.

Ausnehmend gut, meine Herren, ſagte Karl, indem er ſich auf einen ländlichen Stuhl unter dem Maulbeerbaume niederließ. Aber es iſt ein gefähr⸗ licher Spaß, des Nachbars Haus anzuzünden, um unſer eigenes zu wärmen. Aber beim Wetter, Meiſter Tongue, wir fühlen uns etwas fieberiſch, auf das hitzige Ballſpiel dieſen Morgen; und wie kommt es, Nocheſter, daß Ihr mehr Eurem Geiſte gleich ſeht, als Euch ſelbſt?

Ich blieb geſtern Nacht ſo lange bei meinen An⸗ dachtsübungen auf, Sire, erwiederte der Edelmann, deſſen Geſichtsfarbe in der That aſchenbleich war; denn ich habe Pabſtthum genug in mir für einen luſtigen Kloſterbruder.*

So, alſo Eure Majeſtät will ſich dieſen entſetz⸗ lichen, abſcheulichen, päbſtlichen Verſchwörungen trotzig ausſetzen? rief Doktor Tongue ausja, ſo zu ſagen, ſich zur Zielſcheibe hergeben für tauſende von Pfeilen, abgeſchoſſen von unſichtbaren Bogen, aber alle gezielt gegen Ihr geheiligtes Leben, Ihre Ehre und Herrſchaft.

Meiner Treu, nein, ich wollte lieber wie Jo⸗ hann, ohne Land, mit meiner Krone auf des Pabſtes Fußſchemel regieren ſo oft Ihr auch in Euren ein⸗ ſchläfernden Predigten Se. Heiligkeit Antichriſt nennt, Tongue, erwiederte Karl und blickte lächelnd unter ſeinen Höflingen umher, die einen Halbkreis um ſeinen Stuhl bildeten.Wie, mein lieber Mann, ich zweifle keineswegs, daß es Dein natürlicher Wunſch iſt, De⸗ kan zu werden, aber dem Weiſen iſt ein Wort ge⸗ nug, auf dieſe Art wirſt Du keiner. Ich habe nicht ſo viel übrige Zeit, um ſie mit jeder Hahn⸗ und Stier⸗Geſchichte zu verlieren, die ein Pfarrer in einem konfuſen Gemüthszuſtand angehört haben mag.

Aber, Sire, ſo hören Sie doch nur die einfache

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