Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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XI

willen leiden, noch viel weniger aber ich ſpreche aus dem Grunde eines Brunnens daß ſie ſich mit meinen Verdienſten ſchmücken. Du haſt ſo viele Leute, die doch wieder insgeſammt unter ſich ungleich ſind, für mich gehalten, daß ich ſelbſt an meinen eigenen Identität zu zweifeln anfange. Fürwahr, ich habe mich über die Maßen überraſcht, geſchmeichelt und beunruhigt gefühlt, bei der Mannigfaltigkeit der Perſonen, die Du, als mein vermuthetes Selbſt, zu loben oder zu tadeln beliebteſt, ſo daß es mir vorkömmt, ich ſei entweder eine Dohle, bedeckt mit der Mauſe von unzähligen Federnſchönheiten, oder aber ein Vogel aus jenem noch nie geſehenen und wunderbaren Phönixſtamme, deſſen Gefieder die Farbenpracht aller Vögel in ſich vereinigt! Damit mich übri⸗ gens meine Stimme nicht verrathen möge, will ich ſchleunigſt ſchließen, indem ich Dich noch bei der Ehre eines ſehr verlegenen Gentlemans ver⸗ ſichere, daß ich Niemand Anders, als ich Selbſt bin, daß Jeder, der mich nachahmt, eine an⸗ dere Perſon iſt und daß Du bis jetzt in allen Deinen Vermuthungen nichts weniger als zu Hauſe biſt..

In der Hoffnung, daß Du meine Heftigkeit in dieſem Punkte entſchuldigen und Dich, ſehr ge⸗ ehrtes Publikum, erinnern wirſt, wie oft Dich Leute belogen und in Angelegenheiten verwickelt haben,