Dieſer Gedanke hatte ſeinem Schwanken ein Ende gemacht. Er wollte unter jeder Bedingung die verlorenen oder ihm geraubten Papiere wieder zurück erhalten, obgleich ſeine gegenwärtige Lage ihn noch zwang, mit einer gewiſſen Vorſicht zu verfahren.
Vor allen Dingen mußte er ſich von der Identität des Chevaliers mit ſeinem früheren Ge⸗ fährten überzeugen, der damals in Paris unter einem andern Namen aufgetreten war.
Zu dieſem Zwecke begab ſich unſer Freund nach der Reſidenz, wo er in einem Gaſthauſe dritten Ranges abſtieg. Er vermied es vorläufig, Oskar und ſeine Schweſter aufzuſuchen. Seine Anweſen⸗ heit ſollte aller Welt ein Geheimniß bleiben. Kaum war er ſich ſelber klar, auf welche Weiſe er zu ſeinem Ziele gelangen konnte. Er hatte den Che⸗ valier flüchtig im Vorbeiſprengen nur erblickt und kannte ſeinen wahren Namen jetzt ſo wenig, als früher in Paris. Eugen, ſo hieß unſer Freund, verließ ſich auf ſein gutes Glück. Sein bewegtes Leben hatte ihn die Macht des Zufalls kennen ge⸗ lehrt und er beſchloß, auch in dieſer Angelegenheit dem launenhaften Gotte zu vertrauen.


